Ansatz

Viele Kinder sind aktiv und positiv daran beteiligt, ihr eigenes Leben sowie ihre Zukunft selbst zu gestalten – wahrscheinlich mehr als wir zugeben wollen – aber schon früh werden sie davon eingeschränkt was Erwachsene denken, was das Beste für sie ist. In Hinblick darauf, hebt das Projekt hervor, dass die bestehende soziale und politische Ordnung nicht ausreichend autonomen Raum schafft, in dem Kinder unabhängig und für sich selbst sprechen können. Demnach ist es unser Ziel einen „Raum“ zu schaffen in dem Kinder aller Altersgruppen die Möglichkeit haben ihre Erfahrungen im Ankommen in der Aufnahmegesellschaft zu kommunizieren und zu teilen. Dieses Projekt beginnt mit der Mission, die Geschichten der Kinder zu sammeln, um sie in ihren Bedürfnissen und Bestrebungen im Zusammenhang mit ihrer Integration in die Aufnahmegesellschaften zu unterstützen. Ziel ist es, den Stimmen der mit am wenigsten Macht ausgestatteten Mitgliedern der Gesellschaft, als Argumente und Faktoren für Veränderungen Gehör zu verschaffen. Unser grundlegender Standpunkt ist, dass eine auf das Kind ausgerichtete Integrationspolitik sowie Integrationsprogramme, -praktiken und -initiativen zu den wichtigsten Faktoren gehören, die Kinder mit Migrationsbiografie dabei unterstützen, an der Entwicklung einer kohäsiven Gesellschaft teilzunehmen. Und das mit gleichen Chancen und gesicherten Rechten als Individuen, aber auch als Mitglieder von Minderheiten- und Migrant*innengruppen in verschiedenen Bereichen (Bildung, Arbeitsmarkt, Wohnungswesen, Zivilgesellschaft usw.).

Ziele

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, die Integration verschiedener Gruppen von Kindern mit Migrationsbiografie durch einen kinderzentrierten Ansatz auf (bildungs-)politischer Ebene zu fördern. Das Projekt geht von der Tatsache aus, dass die europäischen Länder und ihre Bildungssysteme aufgrund der wachsenden ethnischen, kulturellen und sprachlichen Vielfalt mit diversen Herausforderungen konfrontiert sind. Daher sind unsere spezifischen Ziele:

  • die Verbesserung des Wissenstands über die Lebenserfahrungen von Kindern in neuen sozialen Umgebungen
  • die Untersuchung der Dynamiken unter Mitschüler*innen in Hinblick auf Integrationsprozesse
  • aufzubauen auf den Fähigkeiten von Lehrer*innen und anderem Bildungspersonal für den Umgang mit Diversität 
  • die Entwicklung von kinderzentrierten Instrumenten zur Förderung der Integration von Kindern mit Migrationsbiografie
  • die Entwicklung kinderzentrierter integrationspolitischer Empfehlungen für verschiedene Entscheidungsträger*innen  

Projektplan

Eine allgemeine fachübergreifende Analyse der bestehenden wissenschaftlichen Literatur sowie ein Überblick über die Datensätze, geben einen vertieften Einblick in die Landschaft der theoretischen Arbeiten zu Integration von Kindern mit Migrationsbiografie in der Schule sowie über die methodischen Ansätze der in diesem Bereich durchgeführten empirischen Studien. Im Anschluss daran werden wir die Aufnahmegesellschaften in Slowenien, Österreich, Spanien, dem Vereinigten Königreich, Dänemark und Polen untersuchen und uns dabei insbesondere auf die Policy-Analyse, die Analyse einer Reihe von sekundären (administrativen) Daten und die Besprechung des politischen, medialen und allgemeinen öffentlichen Diskurses konzentrieren. 

Die Forschungsaktivitäten zum Bildungspersonal und zu den Schulsystemen sowie zu neu angekommenen Kindern, langzeitansässigen und einheimischen Kindern werden in Schulen in Slowenien, Dänemark, Spanien, dem Vereinigten Königreich, Österreich und Polen durchgeführt. Neben der Feldforschung mit Schulkindern wird auch Feldforschung mit Kindern im Übergang in Lagern und Institutionen in Palermo (Italien), Calais (Frankreich), Moria (Griechenland), Şanlıurfa (Türkei), dem Auffanglager Linin (Polen) sowie in Asylunterkünften in Slowenien und Österreich stattfinden. Mehr als 550 Kinder mit Migrationsbiografie werden an den Forschungsaktivitäten des MiCreate-Projekts teilnehmen. Die Schlussfolgerungen der Querschnittsanalyse und die Ergebnisse der Feldforschung mit Lehrer*innen, einheimischen Kindern und Kindern mit Migrationsbiografie werden die Grundlage für Policy- Empfehlungen und die Entwicklung von Integrationsinstrumenten im sogenannten Policy-Lab bilden.

Management Structure

General Coordination Team

  • Mateja Sedmak, PhD Academic Coordinator (Science and Research Centre Koper)
  • Barbara Gornik, PhD Academic Co-Coordinator (Science and Research Centre Koper)
  • Barbara Pandev, Project Coordination Manager (Science and Research Centre Koper)

Advisory Board

  • Anna Marie Schurmann Carstens (The National Council for Children, Denmark)
  • Aydin Tunc, MSc (Vienna Administration, section “Diversity and Integration”, Austria)
  • Birgit Leyendecker, PhD, Ruhr – University Bochum, Germany)
  • Jenny Patterson (Manchester City Council, UK)
  • Maria Peix Batet (Metropolitan area of Barcelona, Spain)
  • Maria Zuber (European Commission DG HOME)
  • Roberta Lo Bianco (CESIE, Italy)
  • Stanka Lunder Verlič, PhD (Ministry of Education, Science and Sport, Slovenia)
  • Wojciech Sadownik (Office of the Commissioner for Human Rights, Poland)
  • Zeynep Yanasmayan, PhD (Max Planck Institute for Social Anthropology, Germany)

Executive Board

  • Mateja Sedmak, PhD (Science and Research Centre Koper)
  • Barbara Gornik PhD (Science and Research Centre Koper)
  • Zorana Medarić, MSc (Science and Research Centre Koper)
  • Shoba Arun, PhD (The Manchester Metropolitan University
  • Gro Hellesdatter Jacobsen, PhD (University of Southern Denmark)
  • Fernando Hernández, PhD (University of Barcelona)
  • Juana M. Sancho, PhD (University of Barcelona)
  • Achilles Kameas, PhD (Hellenic Open University)
  • Jakub Kościółek, PhD (Stowarzyszenie Interkulturalni Pl)
  • Birgit Sauer, PhD (University of Vienna)
  • Ayse Dursun, PhD (University of Vienna)
  • Vlasta Jalušič, PhD (Peace Institute)
  • Noemi de Luca (CESIE)
  • Annalisa Lendaro, PhD (The French National Centre for Scientific Research)
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